17.05.2010
Im April vergangenen Jahres hat das Abgeordnetenhaus auf Antrag von SPD und LINKE die Initiative für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt beschlossen, im Dezember dann insgesamt mehr als 2 Mio. € für die Haushaltsjahre 2010/2011 zur Umsetzung der Initiative bereitgestellt. Der Senat von Berlin beschloss ebenfalls Ende des letzten Jahres 60 Einzelmaßnahmen zur Umsetzung.
"Jetzt geht´s los!" war das Signal, das Sozialstaatssekretär Rainer-Maria Fritsch und die Leiterin der Landesstelle für Gleichbehandlung gegen Diskriminierung (LADS), Eren Ünsal, heute in der Auftaktveranstaltung in der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales aussendeten. An sich ist es aber schon lange losgegangen: Bereits seit Beschlussfassung im Abgeordnetenhaus arbeiten die Mitstreiterinnen aus der LADS mit Feuereifer an der Umsetzung der Initiative. Dabei sind sie erfolgreich: Viele Projekte haben bereits mit der Arbeit begonnen, wie die Präsentationen der Vereine Harmonie, LSVD, Schwulenberatung, LesMigras und AB Queer/KomBi deutlich machten.
Auch andere Senatsverwaltungen ziehen mit, insbesondere die Bildungsverwaltung und auch die Berliner Polizei. Trotzdem es noch viel zu tun gibt, ist Berlin führend bei Forschung, Entwicklung und Implementation von Antidiskriminierung im Bereich sexuelle Identität und Orientierung. Das bestätigten auch die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die allesamt intensiv im Vorfeld der Antragsverabschiedung, aber auch bei der verwaltungsinternen Umsetzung der Maßnahmen mitgearbeitet haben.
Insoweit war das heute auch eine Feier aller Beteiligten - und das sehr symbolisch am Internationalen Tag gegen Homophobie - über einen gelungenen Zwischenschritt in einem komplizierten Handlungsfeld. Weiter so! Ich werde Sie auf meiner Seite auf dem Laufenden halten.