16.07.2009
Seit Jahresbeginn betreibt die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv ein Auslandsbüro, engagiert geleitet von Angelika Timm. Hier konnte ich heute mitwirken, eine Tradition zu begründen: Das „Rosa-Luxemburg-Forum“.
Im Anschluss an einen Vortrag des Geschäftsführers der Stiftung, Florian Weis, vor zwei Wochen, war ich eingeladen, um in Tel Aviv über die Stadtpolitik in Berlin zu referieren. Welche Schritte sind gegangen worden, welche konzeptionellen Veränderungen gab es, seit im Jahr 2002 die rot-rote Regierung den Diepgen-Senat abgelöst hat? Wo liegen die Herausforderungen für den Zusammenhalt der Stadt? Von besonderem Interesse war für die Gäste in Tel Aviv die Frage, was getan werden kann, um in einer Einwanderungsstadt für soziale und ökonomische Kohäsion zu sorgen. Ich hatte die Gelegenheit, viele politische Ansätze – vom Integrationskonzept über die Kita-Bildung bis hin zum Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus – vorzustellen. Von Interesse waren außerdem die Diskussionen in der deutschen Linken zum Nahostkonflikt, wozu ich ebenfalls meine Position darstellen konnte.
Fotos: RLS-Büro Tel Aviv