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15.09.2009

Wählerbrief für Berlin-Mitte

ZUR PERSON: KLAUS LEDERER


Geboren 1974,  lebe ich seit nunmehr über 20 Jahren in Berlin. Mein politisches Engagement begann 1989/90 als Jugendvertreter am Runden Tisch der Stadt Berlin. Dort war ich an den Debatten über einen demokratischen Wandel der DDR beteiligt.


Nach dem Abitur Anfang der 90er arbeitete ich als Jugendsozialarbeiter, leistete meinen Zivildienst in der Seniorenbetreuung und begann mein Jurastudium. Angeregt durch den Skandal der Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe fand ich zu meinem Spezialgebiet, dem Recht Öffentlicher Unternehmen über das ich 2004 promovierte und zu dem ich bis heute wissenschaftlich arbeite. Seit 2006 bin ich  Rechtsanwalt, seit 2007 bin ich als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin tätig.


Von 1995 bis 1999 war ich jugend- und dann auch finanzpolitischer Sprecher meiner Fraktion im Prenzlauer Berg. 2003 wurde ich rechtspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Seit 2005 bin ich Vorsitzender der Partei DIE LINKE Berlin.

ZUM PORTRAIT

Liebe Berlinerinnen und Berliner,

 

am 27. September geht es für uns alle um wichtige Zukunftsfragen. Wer zahlt die Zeche für die größte Wirtschaftskrise in der Geschichte des Landes? Werden die Verursacher zur Kasse gebeten? Steht die Politik, die den Abzockern Tür und Tor geöffnet hat, zu ihrer Verantwortung? Wird wirtschaftliche Macht begrenzt, dass sich ein solches Desaster nicht wiederholt? Wird im Gegenzug zur Rettung großer Konzerne gesichert, dass wir alle profitieren, wenn sich die Wirtschaft erholt? Werden maßlose Profite und millionenschwere Managergehälter abgeschöpft, Massenentlassungen verhindert und Mitbestimmungsrechte gestärkt? Oder werden die Kosten wieder nur auf die Bevölkerung abgewälzt, ohne dass sich grundlegend etwas ändert?

DIE LINKE steht dafür, dass nicht die „einfachen“ Bürgerinnen und Bürger durch Steuererhöhungen und Kürzungen sozialer Leistungen die Lasten des Versagens schultern müssen. Wir sagen, wie es anders geht. Es geht um Steuergerechtigkeit und soziale Sicherheit.


Öffentlich ist Mehrwert!

Berlin weiß aus Erfahrung, wo es hinführt, wenn nur der Profit entscheidet, ungehemmt privatisiert wird und Einzelinteressen die Politik bestimmen. Dafür zahlen wir mit der Wasser-, Strom- und Gasrechnung noch heute. Bankenskandal und Schulden sind das Ergebnis verantwortungsloser schwarz-roter Politik der 90er Jahre.

Die Bundesregierung hat nichts daraus gelernt. Das aktuelle Beispiel S-Bahn zeigt wieder, was geschieht, wenn man ein Unternehmen ausbluten lässt, um es an der Börse zu verscherbeln. Es zählt nur, dass die Bahn für Gewinninteressen attraktiv wird: Reparaturwerkstätten wurden geschlossen, Personal und Service abgebaut. Schluss damit!

Berlin weiß auch, dass es anders geht. Öffentliche Kontrolle sichert, dass wichtige Leistungen für alle gut und günstig erbracht werden. Die Bank wurde saniert, ohne dass die Berlinerinnen und Berliner dafür zahlen müssen. Wir setzen uns seit Jahren mit Erfolg für einen guten Umgang mit öffentlichen Betrieben und Vermögen ein. Es gibt Alternativen.

 

Mitte für Alle – für Alle in Mitte

Ich kandidiere in Mitte, weil sich hier die großen Gegensätze unseres Landes auf kleinem Raum widerspiegeln. Hier sind Kanzleramt und Bundestag, der Potsdamer Platz und die Friedrichstraße mit den Unternehmenszentralen. Es gibt das quirlige Leben der Off-Szene gleich neben der Hochkultur, das Brandenburger Tor, die Humboldt-Universität, die Staatsoper, aber auch die DDR-Moderne um die Leipziger Straße, den Alex und die Fischerinsel. Da sind die Kieze in Moabit und Wedding, wo viele Menschen leben, die in den vergangenen Jahrzehnten nie wirklich die gleichen Chancen hatten wie andere. Hier ballen sich auch die sozialen Probleme, existiert Angst vor Verdrängung.

Mit meiner Kandidatur möchte ich helfen, dass nicht allein die schicke Postkartenseite des Bezirks, sondern auch seine anderen Seiten gesehen, gehört und vertreten werden. Alle Menschen in Berlins Mitte sollen die Möglichkeit haben, hier gut leben zu können.

 

Liebe Wählerinnen und Wähler,

DIE LINKE ist die Partei, die die sozialen Ungerechtigkeiten in unserem Land zur Sprache bringt und Vorschläge macht, wie das zu ändern ist, beispielsweise durch einen gesetzlichen Mindestlohn. Sie können helfen, dass diese Themen mehr Gehör finden.

Deshalb bitte ich Sie am 27. September um Ihre Zweitstimme für DIE LINKE. Und ich würde mich freuen, wenn Sie mir hier im Wahlkreis Berlin-Mitte Ihre Erststimme geben. Damit es gerechter wird: Hier in Mitte und im ganzen Land.

Ihr