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Meine Kindheit: Schwerin, Leipzig, Frankfurt/Oder

Meine Geburt ereignete sich am 21. März 1974 in Schwerin (Mecklenburg). Nicht, dass dort langjährige familiäre Traditionen lägen: Meine Familie hat sich aus allen möglichen und unmöglichen Ecken Mitteleuropas zusammengefunden. Liegen die Wurzeln väterlicherseits in Böhmen und Thüringen, sind es mütterlicherseits Ostfriesland, Schleswig-Holstein und sicherlich auch Mecklenburg. Wie die Dinge manchmal liegen, arbeiteten und lebten meine Eltern in Leipzig, hielten sich aber zur Zeit meines „Auftritts“ bei meinen Großeltern in der Nähe von Schwerin auf. Auch meine ältere Schwester ist solch eine Mecklenburgerin. 

Über Umweg und kurzen Aufenthalt in Leipzig gelangten wir vier nach Frankfurt/Oder. Dort lebte ich bis 1987, besuchte die Polytechnische Oberschule, schwamm zwei Jahre lang im Schwinntrainingszentrum der SG Dynamo „Georg Wolff“, erfreute mich an Schülerlotsendasein, Astronomie in der Schulsternwarte und an Naturwissenschaften. Ich war gesellschaftlich aktiv in der Pionierorganisation und der FDJ, besuchte Arbeitsgemeinschaften, Ferienlager und später die Ferienlager der „Jungen Astronomen“ in der Sternwarte Crimmitschau/Sachsen. Ich wuchs auf in dem Bewusstsein, in einem Land zu leben, welches für mich das „bessere Deutschland“ repräsentierte und in welchem ich alt werden würde. In der DDR habe ich eine unbeschwerte und schöne Kindheit verbracht. Sie gehörte zu den Dingen, die als Kind einfach da sind und wie selbstverständlich zum eigenen Leben gehören. Angst hatte ich als Kind vor allem vor einem Atomkrieg. Für mich war die Installation von Atomwaffen ein Problem – der Nato-Doppelbeschluss, die Stationierung von Pershing II. Über Kernkraftwerke in der DDR und die Folgen von SS-20-Aufstellung in der DDR habe ich seinerzeit nicht weiter nachgedacht.

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