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Ich war vierzehn

Im Jahr 1987 wurde ich von der „Jungen Welt“ porträtiert. Als 13-Jähriger, das hat mich damals sehr amüsiert, lief ich unter der Rubrik „Ich bin vierzehn“ zu voller Höchstform auf. Mein Bekenntnis zur DDR und zum Sozialismus in ihren Farben hat mir noch später an der Hertz-Schule manch bissige Bemerkung eingetragen. Wenn ich groß bin, werde ich ein Kommunist, hatte ich sinngemäß verkündet. Später erzählte mir eine Koautorin des Porträts, die ich wiedergetroffen hatte, der Artikel habe damals einige Debatten in der Redaktion ausgelöst. Wegen einiger unbefangener, ziemlich abstrakt aufgeworfener Zukunftsfragen. Ich war später nicht mehr sehr stolz darauf. Das Schöne an der kindlichen Naivität war zu dieser Zeit – Videocameras und -recorder waren damals noch außerordentlich selten – ihre Flüchtigkeit. Andererseits konnte ich mich nicht vor mir selbst drücken.

Meine Familie war (und ist noch) das Beste, was mir passieren konnte. Wir hatten ein sehr offenes Familienklima. Bücher, Radio und Plattenspieler beherrschten die Kultur unserer Neubauwohnung. Fernseher und Auto hielten erst spät Einzug. Ich dachte manchmal, wir hätten zu den Letzten gehört, die sich dies in der DDR zugelegt haben. Vermisst habe ich es, denke ich heute, nicht. An die Spaziergänge, Besuche mit meinem Vater in Berlin, die gemeinsamen Urlaube, Theater- und Konzertbesuche, den ersten Garten, den regelmäßigen Gang in die Buchhandlung denke ich noch heute.