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1. Juli 2010 Landesvorstand

Hitlervergleich ist unsäglich

und schadet unserer Glaubwürdigkeit

Zur gestern am Rande der Bundesversammlung gefallenen Bemerkung von Herrn Diether Dehm, erklärt der Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE Berlin, Klaus Lederer:

Die rhetorische Frage des LINKEN-MdB Diether Dehm an einen ZDF-Reporter: »Was würden Sie denn machen, hätten Sie die Wahl zwischen Stalin und Hitler?« ist eine verbale Entgleisung, von der wir uns ausdrücklich distanzieren und die wir zurückweisen.

Diese Formen der Auseinandersetzung, in denen demokratische Politiker mit Adolf Hitler verglichen und auf eine Stufe gestellt werden, sind stets und egal von wem und gegenüber wem sie gebraucht werden, nicht nur ahistorisch und beleidigend. Sie sind vor allem eine nicht hinnehmbare Relativierung der singulären Verbrechen des Naziregimes.

DIE LINKE hat zu Recht Äußerungen von Joachim Gauck kritisiert, in denen dieser Parallelen zwischen der DDR und der nationalsozialistischen Diktatur zieht und beide zumindest in Teilen gleichsetzt. Eine solche Kritik ist aber nur glaubwürdig, wenn Vertreter der LINKEN nicht selbst zu unsäglichen Vergleichen greifen. Herr Dehm hat mit seiner Äußerung dem Ansehen der LINKEN und ihrer Glaubwürdigkeit schwer geschadet.