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6. Juli 2010 Landesvorstand

Bebelplatz ganzjährig Ort der Erinnerung

Anlässlich des Beginns der Fashion Week auf dem Bebelplatz erklärt der Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE, Klaus Lederer:

DIE LINKE Berlin sieht im Beschluss des Petitionsausschusses des Abgeordnetenhauses einen großen Erfolg. Der Bebelplatz mit seinem beeindruckenden Denkmal »Versunkene Bibliothek« von Micha Ullman soll von kommerzieller Nutzung jeglicher Art freigehalten werden, der Erinnerung einen würdigen Rahmen geben und den Menschen einen unverstellten Blick auf das beeindruckende historische Ensemble ermöglichen. Dieser Erfolg ist der Kooperation vieler Akteurinnen und Akteure zu verdanken, die – in der Stadt der Bücherverbrennungen und der Entfesselung zweier Weltkriege mit Opfern unermesslichen Ausmaßes und ungeahntem Leid – das geschichtliche Bewusstsein und Gedenken wachhalten und mit großem Engagement gegen die Kommerzialisierung und Exklusion von Teilen des öffentlichen Raums verteidigen. Ein solcher Erfolg kann überhaupt nicht unterschätzt werden.

DIE LINKE Berlin kritisiert erneut, dass es nicht gelungen ist, die Aufforderung des Petitionsausschusses mit sofortiger Wirkung Wirklichkeit werden zu lassen. Wir fordern die Verantwortlichen im Senat und im Bezirk auf, die Suche nach einem Ersatzstandort für die Fashion Week am Beginn des Jahres 2011 zu intensivieren.

Unser Dank geht an all diejenigen, die die Petition zur Sicherung der historischen Gedenkkultur im Herzen Berlins angestoßen haben. Damit wurde eine Debatte in Gang gesetzt, die in absehbarer Zeit dazu führen wird, dass der Bebelplatz ganzjährig ein Ort des Innehaltens, der Mahnung und des Gedenkens sein wird. Dem gilt unser Respekt.