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5. Juni 2011 Landesvorstand

Berlin braucht eine qualifizierte Personalbedarfsplanung

Anlässlich der morgigen Personalversammlung des Zentralen Stellenpools erklärt der Landesvorsitzende Klaus Lederer:

Bereits Anfang März hat Finanzsenator Ulrich Nußbaum erklärt, dass er an einem Konzept arbeite, den zentralen Stellenpool für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes des Landes Berlin mittelfristig aufzulösen. DIE LINKE.Berlin hat dieses Vorhaben unterstützt. Leider müssen wir konstatieren, dass bis heute der Ankündigung des Finanzsenators keine weiteren konkreten Überlegungen folgten.

Wir unterstützen daher die Forderung der Beschäftigten des zentralen Stellenpools nach einer unverzüglichen Offenlegung der konzeptionellen Vorstellungen des Finanzsenators zur Zukunft des ZeP.

DIE LINKE.Berlin erwartet darüber hinaus von Senator Nußbaum möglichst rasch einen Bericht darüber vorzulegen, welche Stellen im öffentlichen Dienst von Berlin in den kommenden Jahren durch altersbedingtes Ausscheiden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern frei werden und neu zu besetzen sind. Ein solcher Bericht muss alle Bereiche des öffentlichen Dienstes umfassen und stellenkonkret sein. Auf dieser Grundlage wäre es u.a. möglich, auch für die Beschäftigten im ZeP mittelfristig Perspektiven zu ermitteln und diese rechtzeitig mit gegebenenfalls notwendigen Qualifizierungsmaßnahmen zu verbinden.

Darüber hinaus würde ein solcher Bericht erkennen lassen, in welchen Bereichen das Land Berlin sich längerfristig um die Neueinstellung von qualifiziertem Personal bemühen muss. Bereits jetzt ist festzustellen, dass es durch die große Zahl von altersbedingt ausscheidenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Verlust von Erfahrungen und Kompetenzen kommt, die bedingt durch die geringe Zahl von Neueinstellungen in den vergangenen Jahren nicht adäquat ersetzt werden können. Daher gilt es dringend über die bloße quantitative Planung des Stellenumfangs hinaus endlich zu einer qualitativen Personalplanung für den öffentlichen Dienst zu kommen. Wir hoffen, dass Herr Nussbaum sich dieser Aufgabe mit größerem Engagement annimmt als der Analyse der Wirtschaftsförderstrukturen im Land Berlin. Auf jeden Fall könnte er damit der wirtschaftlichen Zukunft Berlins einen größeren Dienst erweisen, denn die Unternehmen der Stadt sind ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger auf einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst auch in der Zukunft angewiesen.