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6. September 2011 Landesvorstand

Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg

Der Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Berlin, Klaus Lederer, erklärt:

Für Berlin und Brandenburg ist das im Aufbau befindliche Zentrum für Jüdische Studien ein Glücksfall und eine großartige Herausforderung. Das Projekt steht für ein sich lebendig entwickelndes jüdisches Leben. Allerdings muss diese Herausforderung durch Berlin und Brandenburg auch angenommen werden, wofür sich DIE LINKE engagiert einsetzt.

Das Abraham Geiger Kolleg (AGK), das erste Rabbinerseminar, das nach der Shoa in Deutschland gegründet wurde, ist die nach wie vor einzige Ausbildungsstätte für Rabbinerinnen und Rabbiner in Deutschland – mit einer weit über die Bundesrepublik hinausreichenden Ausstrahlung. Es ist darüber hinaus eine zentrale Säule des Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg.

DIE LINKE. Berlin setzt sich dafür ein, dass die Voraussetzungen geschaffen werden, um das AGK auf eine akzeptable Grundlage zu stellen. Das setzt voraus, es perspektivisch als selbständige theologische Fakultätseinrichtung in der Universität Potsdam mit den herkömmlichen Theologischen Fakultäten und den vom Bund beförderten Zentren für Islamische Studien, die die Imam-Ausbildung an den deutschen Hochschulen sichern sollen, gleichgestellt werden. Das erfordern die staatskirchen- und hochschulrechtlichen Anforderungen des Grundgesetzes. Sollte das nicht gelingen, läuft das AGK Gefahr, zu scheitern. Sachliche und räumliche Ausstattung müssen abgesichert werden, die Kernfächer qualifiziert besetzbar sein.

Für die Region Berlin-Brandenburg ist die Absicherung jüdischer Theologie von großer Bedeutung. Die akademische Rabbinerausbildung ist ein bedeutender Teil des Zentrums für Jüdische Studien. Ein Scheitern in diesem Bereich könnte das gesamte Projekt in Frage stellen. Berlin und Brandenburg müssen alles daran setzen, das AGK als einmalige Institution mit internationaler Ausstrahlung zu fördern und zu unterstützen.