Zu den drastischen Steigerungen der Kontoführungsgebühren durch die Berliner Sparkasse erklärt der Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE, Klaus Lederer:
DIE LINKE. Berlin fordert die Berliner Sparkasse auf, die Ankündigung einer drastischen Steigerung der Gebühren für Konten auf Guthabenbasis unverzüglich rückgängig zu machen, die vielen Kundinnen und Kunden bei der Bank mit dem »roten S« dieser Tage brieflich mitgeteilt wurden. DIE LINKE. Berlin wird diese Forderung auch dem Präsidenten des Sparkassen- und Giroverbandes, Herrn Heinrich Haasis, mitteilen.
Menschen, die finanziell schlechter gestellt sind, benötigen dringend ein einfaches Konto auf Guthabenbasis als existenzielle soziale Grundversorgung. Es waren in der Vergangenheit die Sparkassen, die als dritte Säule des deutschen Bankensektors in besonderer Weise dafür gesorgt haben, dass solche Menschen eine Chance hatten, grundlegende Basisdienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Nicht zuletzt deshalb hat sich DIE LINKE. Berlin seinerzeit für eine Übernahme der LBB durch den Deutschen Sparkassen- und Giroverband eingesetzt.
Mit der jüngsten Ankündigung drastischer Gebührenerhöhungen entzieht sich die Berliner Sparkasse dieser Verpflichtung. Sie erweckt den Eindruck, »unrentable« Kundinnen und Kunden loswerden zu wollen, die zu einer Zahlung der erheblich höheren Kosten nicht mehr in der Lage sind. Das ist inakzeptabel und stößt auf unseren schärfsten Widerspruch.
Sparkassen sind keine normalen Banken, sondern öffentlich-rechtliche Kreditinstitute, die besonderen Bindungen unterliegen, aber in der Vergangenheit auch das besondere Vertrauen der Kommunen und der lokalen Sparerinnen und Sparer für sich in Anspruch nehmen konnten. Das ist ihr größter Wettbewerbs-vorteil. Wenn sie ihn verspielen, verspielen sie damit auch ihre Legitimation und setzen ihre Zukunft aufs Spiel. Davor kann DIE LINKE. Berlin die Berliner Sparkasse nur warnen.