Zurück zur Startseite
22. September 2011 Landesvorstand

Keine Macht den Dogmen!

Zur heutigen Demonstration anlässlich des Papstbesuches erklärt der Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Berlin, Klaus Lederer:

DIE LINKE nimmt den heutigen Besuch von Papst Benedikt XVI. zum Anlass, um gegen die die rigide und repressive Sexualmoral der katholischen Kirche und ihre anhaltend rückwärtsgewandten Positionen zur Gleichstellung der Geschlechter zu protestieren.

Der amtierende Papst beharrt bei Fragen der Homosexualität, Abtreibung und der Benutzung von Verhütungsmitteln auf der Beibehaltung der bestehenden Dogmen, ganz egal, wie viel menschliches Leid daraus erwächst. Stattdessen tat sich Benedikt XVI. damit hervor, erzreaktionäre Kirchenfunktionäre zu rehabilitieren.

Unser Protest richtet sich auch dagegen, dass dem Papst im Bundestag ein privilegiertes Rederecht eingeräumt wird. Das widerspricht der Trennung von Staat und Kirche. Das lässt sich auch nicht mit der Behauptung kaschieren, der Papst spreche als Staatsoberhaupt und nicht als Religionsführer. Der Vatikan hat keinerlei demokratische Verfassung, sein Staatscharakter ist rein historisch überkommen.

Aus all diesen Gründen wird DIE LINKE. Berlin sich an der heutigen Demonstration »Keine Macht den Dogmen!« beteiligen. Übrigens als einzige Partei, nicht nur mit einzelnen Vertreterinnen und Vertretern, sondern als Landesverband.