Der Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE Berlin, Klaus Lederer, kommentiert die massive Zerstörung von Pro-Ethik-Plakaten:
Offenbar aufgeschreckt durch aktuelle Umfragen, nach denen Pro Reli nicht nur um das Erreichen des Zustimmungsquorums, sondern selbst um die Mehrheit für ihr Anliegen fürchten muss, verlieren deren Anhänger nun anscheinend völlig die Nerven. Da behauptete erst Bischof Huber, die Linke wolle »die Schülerinnen und Schüler von ihren Herkunftsreligionen entfernen«, was nicht stimmt. Dann witterte der Freiburger Erzbischof und Ratsvorsitzende der Katholiken, Zollitsch, in Berlin einen »zu starken Einfluss des Staates wie bereits zu Zeiten des Kommunismus« und zieht gegen die angebliche »Religionsfeindlichkeit« des Berliner Senats zu Felde – obgleich der mit dem freiwilligen Religionsunterricht lediglich eine Praxis verteidigt, die es in (West)Berlin seit 60 Jahren gibt.
Doch nicht nur die Äußerungen aus dem Pro Reli-Lager werden immer schriller, auch das Vorgehen ihrer Anhänger wird immer rabiater. Seit Montag erreichten uns zahlreiche Hinweise darauf, dass Plakate des Pro Ethik-Bündnisses und der Partei DIE LINKE über Nacht »verschwunden« sind und an diesen Stellen nun Plakate von Pro Reli das Straßenbild zieren.
Ich fordere die Vertreterinnen und Vertreter von Pro Reli auf zu einer fairen Auseinandersetzung zurückzukehren und ihre Anhängerinnen und Anhänger zur Mäßigung aufzurufen.