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2. April 2009 Klaus Lederer

Parlament beschloss Initiative für die Akzeptanz sexueller Vielfalt

Berlin hat eine sehr aktive und engagierte Projekte- und Initiativenlandschaft von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgendern und Intersexuellen. Berlin ist eine bunte, anziehende Metropole, gerade wegen ihrer Vielfalt - auch in Bezug auf die sexuelle Orientierung oder Identität von Menschen. Und schließlich ist Berlin bundesweit führend in der rechtlichen Gleichstellung von Menschen unterschiedlicher sexueller Ausrichtung. Trotzdem gibt es auch in Berlin nach wie vor Diskriminierungen, aber auch Überfälle. Projekte und Initiativen haben es schwer, mit den Institutionen des Bildungssystems zu kooperieren, auch die Erkenntnisse über Diskriminierungserfahrungen sind dünn. Es gibt also noch viel zu tun!

Mit der heutigen Beschlussfassung hat das Berliner Landesparlament einen wichtigen Schritt vorwärts getan. Damit ist auch für mich eine Etappe intensiver Arbeit an diesem Thema abgeschlossen. Seit Jahren versuchten wir als Berliner Linke, zu erfahren, wo es klemmt, was noch getan werden kann, um die Förderung der Akzeptanz sexueller Vielfalt voranzubringen. Unsere Erfahrungen haben wir mit den Erfahrungen anderer Aktivistinnen und Aktivisten zusammengefasst und in unseren Antrag gegossen. Dieser ist wohl das Breiteste und Umfangreichste, was zu diesem Thema in einem deutschen Landesparlament bisher je beschlossen wurde. Der LSVD jedenfalls erklärte dazu, Berlin sei deutschlandweit Vorreiter im Kampf gegen Homophobie. Wir hoffen, dass das Schule macht, und vor allem werden wir weiter dafür arbeiten, dass unsere Initiative in der gesellschaftlichen Realität Berlins möglichst schnell wirksam wird.

Hier dokumentiere ich meine heutige Rede im Plenum des Abgeordnetenhauses.