Vor der Russischen Botschaft versammelten sich heute 200 Menschen, um ihren Protest gegen die russischen Verhältnisse in Moskau sichtbar zu machen. Wieder einmal war der dortige CSD verboten worden, waren andere Aktivitäten Adresse von verbalen und körperlichen Angriffen, wieder beteiligten sich Orthodoxe, Rechte, aber auch der Kommunistische Jugendverband, an der Ausgrenzung und Verfolgung von Lesben und Schwulen.
Die staatlichen Institutionen betrieben die Behinderung des Demonstrationsrechts, die Sicherheitsorgane an der Bekämpfung des Marschs, an der Festnahme von PetentInnen am Moskauer Rathaus. Bei der heutigen Protestdemonstration dabei waren als Linke die BAG Queer der Linkspartei, Petra Pau, Carsten Schatz, Andreas Günther, viele weitere und ich. Von der FDP war Michael Kauch anwesend. Aufgerufen hatten die Grünen, für die Claudia Roth, die Landesvorsitzenden und zwei Mitglieder des Abgeordnetenhauses vor Ort waren. Alle RednerInnen, Thomas Birk, Claudia Roth, Michael Kauch, Petra Pau und Günter Dworek vom LSVD forderten eine starke Positionierung aller politischen Parteien zu den gestrigen Vorgängen. Mit Blick auf den G8-Gipfel, so Petra Pau und Claudia Roth, ergebe sich weitere Notwendigkeit zum Protest. Es müssten andere als lediglich ökonomische Interessen die Verständigung bestimmen. Hierzugehörten auch die Rechte von Minderheiten, der Schutz der demokratischen Kommunikation.