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9. August 2004 Klaus Lederer

PDS lehnt Vertriebenenzentrum in Berlin ab

Der stellv. Landesvorsitzende und rechtspolitische Sprecher der PDS-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Klaus Lederer, erklärt:  

Die PDS lehnt ein Zentrum gegen Vertreibungen, wie es vor allem vom Bund der Vertriebenen gefordert wird, ab. Im Unterschied zu anderen Parteien, auch zur SPD, sehen wir keinen Bedarf, mit dem Bund der Vertriebenen (BdV) über ein Vertriebenen-Zentrum in Berlin zu reden.

Die Berliner Politik braucht gute Partnerschaften mit Osteuropa. Auch deshalb distanzieren wir uns von dem rückwärtsgewandten Projekt des BdV. Es Projekt des BdV dient nicht der Aufklärung und Aussöhnung, sondern der Legitimierung eines geschichtsrevisionistischen Weltbildes.

In diesem Zusammenhang erinnere ich an den Appell europäischer Intellektueller. Darin warnen zum Beispiel Adam Michnik, Samuel Salzborn, Bronislaw Geremek, Peter Härtling, Jiri Musil und viele andere vor dem BdV-Projekt, weil ihm die »Zementierung eines völkischen Verständnisses von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft« inne wohnt.